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Eine halbe Stunde für Freiheit und Demokratie

Ministerpräsident Volker Bouffier sprach in Münster zur Europawahl

Die Kulturhalle von Münster erwartete am vergangenen Freitag einen besonderen Gast. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hatte sein Kommen angekündigt und stimmte die südhessischen Wählerinnen und Wähler auf die Europawahl am kommenden Sonntag ein.
Udo Beutler mit Ministerpräsident Volker Bouffier auf der Bühne der Münsterer Kulturhalle.Udo Beutler mit Ministerpräsident Volker Bouffier auf der Bühne der Münsterer Kulturhalle.

Die Kulturhalle von Münster erwartete am vergangenen Freitag einen besonderen Gast. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hatte sein Kommen angekündigt und stimmte die südhessischen Wählerinnen und Wähler auf die Europawahl am kommenden Sonntag ein. In Münster hat der 25.Mai eine besondere Bedeutung. Denn parallel zu der Europawahl wird auch der Chefsessel im Rathaus neu besetzt. Kein Wunder, dass sich CDU-Bewerber Udo Beutler ebenfalls präsentierte.

Vor fast 300 Zuhörerinnen und Zuhörern bekannte sich der hessische Regierungschef klar und ohne Wenn und Aber zur Europäischen Union. „Wir leben seit fast 60 Jahren in Europa ohne Krieg und in demokratischen Verhältnissen. Dass dies ist haben wir einer europäischen Zusammenarbeit zu verdanken“, sagte Volker Bouffier. „Die Demokratie ist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern sie muss täglich neu verteidigt werden. Deshalb bitte ich sie inständig: Opfern sie am Sonntag eine halbe Stunde Zeit, um bei der Wahl für Freiheit und Demokratie einzutreten.“ Bouffiers Rede war nicht auf Populismus ausgerichtet, sie überzeugte durch sachlich vorgetragene Argumente. Der hessische Ministerpräsent zeigte an Hand von Beispielen auf, dass gerade eine Region wie das Rhein-Main-Gebiet mehr von Europa profitiert, als sie dass ausgeben muss. Den Euroskeptikern rechnete er vor, dass bei der heutigen Wirtschaftslage die D-Mark zu hoch bewertet wäre, dass es der deutschen Exportwirtschaft schwer fiele ihre Waren zu verkaufen. Es war eine erklärende Rede, die Volker Bouffier in Münster gehalten hat, die aber nie den Eindruck eines Schulmeisters vermittelte. Gekonnte Rhetorik gepaart mit guten Argumenten, war der Mixed, der Volker Bouffier am Ende den stehenden Beifall seiner Zuhörer einbrachte. Zu Beginn seiner Rede hatte der hessische Ministerpräsident den scheidenden Bürgermeister Walter Blank (CDU) seinen Dank für 18 Jahre gute Arbeit für Münster überbracht. Dem Bürgermeisterkandidaten Udo Beutler wünschte er eine guten Wahlausgang.

Beutler selbst nutze die Gelegenheit sich einem breiten Publikum vorzustellen. Routiniert stand er neben den langjährigen Vollzeitpolitikern Volker Bouffier, dem Europaabgeordneten Michael Gahler und CDU-Generalsekretär Manfred Pentz am Rednerpult. In seinem Grußwort gratulierte Beutler Volker Bouffier und Manfred Pentz zu ihrer überzeugenden Wahl bei dem kürzlich abgehaltenen Landesparteitag der hessischen CDU. Volker Buffier war von über 90% der Delegierten erneut zum Landesvorsitzenden gewählt. Manfred Pentz, der auch Münster als direktgewählter Abgeordneter im hessischen Landtag vertritt, bekam bei seiner ersten Wahl als Generalsekretär der Hessen-CDU einer fast 90-prozentige Zustimmung.