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Münster, Altheim, Breitefeld
CDU Münster, Altheim, Breitefeld

Es ist Leben im Altheimer Rathaus – auch ohne Entscheidung in der Gemeindevertretung

Über die Aktivität der Initiatoren und die Alleingänge des Bürgermeisters

 Für etliche Bewohner Altheims und darüber hinaus sind die Aktivitäten der Initiative „Arthaus Kunst und Kultur in Altheim“, die sich auch laut Pressemitteilungen zu einem Verein zusammenschließen will, eine Bereicherung für den Ortsteil.
 Inzwischen gab es schon einige Veranstaltungen mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Den künstlerisch und kulturell engagierten Personen dankt die CDU ausdrücklich. Deren Engagement ist aber jedoch nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist die weitere Entwicklung und Nutzung des Gebäudes. Bis heute hat die Gemeindevertretung darüber weder abschließend beraten, geschweige denn entschieden. Die Informationen über das, was im ehemaligen Altheimer Rathaus geschehen soll, sind meist nur aus der Presse zu erfahren. In den Berichten der Kunst- und Kulturinitiative wird oft auch der Name von Bürgermeister Frank erwähnt, nur über die Inhalte von den mit den Mitgliedern des in Gründung befindlichen Vereins geführten Gesprächen erfahren die CDU-Gemeindevertreter so gut wie nichts. Deshalb kann auch über das Vorhaben des Bürgermeisters nur spekuliert werden. Inzwischen wurde sogar von Gerald Frank beim Ortsrundgang in Altheim und in der Presse mitgeteilt, dass er sich eine kostspielige Sanierung des alten Gebäudes auf Kosten der Gemeinde vorstellen kann. Mit dieser praktizierten Vorgehensweise des Bürgermeisters ist die CDU nicht einverstanden. Von der SPD hat man zum künftigen Umgang mit dem Gebäude bisher noch nichts gehört.

Auch der Bürgermeister hat Antragsrecht in der Gemeindevertretung, er hätte also nach dem Auslaufen von Mietvereinbarungen schon längst eine Entscheidung durch die Gemeindevertretung beantragen können. Es ist müßig, darüber zu mutmaßen, warum er es nicht tut. Jedoch stellen sich da auch Fragen. Sollen erst weitere Fakten geschaffen und Emotionen geschürt werden, um damit die Gemeindevertreter in der Sache zu beeinflussen? Oder soll gar die Entscheidung über die Nutzung des ehemaligen Rathauses bis nach der Kommunalwahl 2016 vertagt werden?

Beim ehemaligen Altheimer Rathaus wird die CDU eine Veräußerung befürworten. Wir meinen, dass angesichts der zu erwartenden Sanierungskosten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro sowie der hohen Anzahl bereits vorhandener kommunaler Liegenschaften, die Gemeindekasse nicht weiter belastet werden darf. Eine Projektförderung aus dem vom Bürgermeister angesprochenen europäischen Förderprogramm, wie sie wohl auch für das ehemalige Rathaus beantragt ist, kann auch an Vereine oder private Personen erfolgen, wenn das von ihnen verfolgte Vorhaben zur ländlichen Entwicklung des Ortes passt.  

Zudem sehen die Mitglieder der CDU-Fraktion Investitionsbedarf in einigen anderen Bereichen. So gilt es beispielsweise im Gustav-Schoeltzke-Haus neben dem Brandschutz auch andere Dinge zu erneuern bzw. zu verbessern. Wir denken dabei zum Beispiel an das Mobiliar und die Akustik im Veranstaltungsraum. Gerade beim Veranstaltungsraum ist schon mit weniger Geld Abhilfe möglich, ist sich die CDU sicher. Auch an die Ausstattung der Sport- und Kulturhalle Altheim denkt die CDU bei ihren Überlegungen. Für die Durchführung kultureller Veranstaltungen sind auch dort Ersatzinvestitionen notwendig. Aus Sicht der CDU braucht es nicht immer große Summen an Geld, um die Rahmenbedingungen für kulturelle und ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde zu verbessern.

 

Erna Roßkopf, Vorsitzende CDU-Fraktion

Thomas Heinz, Vorsitzender CDU Gemeindeverband Münster