Sportstättenverlagerung - CDU sieht sich in ihrer Beurteilung bestätigt
Was die der CDU vorgeworfenen Falschinformationen oder Horrorszenarien betrifft, bleibt festzustellen, dass alle in der Vergangenheit getroffenen Aussagen zur diskutierten Sportstättenverlagerung nach einer Bewertung der vorliegenden Machbarkeitsstudien getroffen wurden. Die Aussage der SPD „ein Sportpark zum Nulltarif“ wurde seitens der CDU nie geteilt. Jeder konnte erkennen, dass die Mittel für das Vorhaben aus Grundstücksveräußerungen am Mäusberg stammen und natürlich damit aus der Gemeindekasse gekommen wären. Ob dann der Rest des Verkaufserlöses für die Erschließung des Baugebiets am Mäusberg ausgereicht hätte, ist ungewiss. Genauso war unklar, wer denn die neue Sporteinrichtung unterhalten soll. Wäre es ein Verein gewesen, der SV 1919 wurde da immer wieder ins Gespräch gebracht, dann wäre dem Verein eine neue Sportanlage zur Verfügung gestellt worden, welche die Gemeinde mehrere Millionen gekostet hätte. Das ließ sich in Sachen Vereinsförderung aus Sicht der CDU gegenüber anderen Ortsvereinen nicht mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbaren.
Nicht nachvollziehbar ist für die CDU auch der Standpunkt der Fraktion ALMA, den Mäusberg unbedingt bebauen zu wollen. Bis heute ist nicht nachvollziehbar, warum sie sich für eine verdichtete Bebauung der „grünen Lunge“ so stark macht. Da stellt sich schon die Frage, was die SPD der Fraktion ALMA für das “Ja“ zur Bebauung des Mäusbergs versprochen hat. Aus Sicht der CDU ist Ortsentwicklung immer eine langfristige Angelegenheit. Eine an der Finanzierung eines Sportparks ausgerichtete Bebauung hat damit wenig zu tun.
Die CDU sieht nun in Sachen Mäusberg seitens der Kommune nur noch Handlungsbedarf, falls der dort ansässige Verein seinen Erbpachtvertrag vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit kündigen sollte. Die CDU wird den Verein nicht dazu drängen. Sollte der SV 1919 dort seine Sportanlage modernisieren wollen, dann wird ihn die CDU im Rahmen der vorliegenden Vereinsförderrichtlinien unterstützen.
Für die Umsetzung der Sportstättenverlagerung wurden neben den zwei Machbarkeitsstudien inzwischen weitere Fachberatungen eingeholt. Eine Mehrheit aus den Fraktionen SPD, ALMA und fraktionslosen Gemeindevertretern hatte bei der Beratung des Haushalts für 2015 für die Planung des Vorhabens 200.000,00 Euro bereitgestellt. Die CDU wird natürlich die Frage stellen, was von dieser Summe ausgegeben wurde.
Erna Roßkopf, CDU Fraktionsvorsitzende
Thomas Heinz, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender