CDU Münster überrascht von FDP
Kooperation von CDU und FDP beendet
Als Kündigungsgründe führt die FDP Münster an, dass sie nicht als Erfüllungsgehilfe und Mehrheitsbeschaffer des größeren Kooperationspartners dienen wollte. Diese Aussagen sind für die Münsterer CDU keineswegs nachvollziehbar. „Niemals haben wir die FDP als „kleinen“ Partner behandelt oder mit ihnen nicht auf Augenhöhe kommuniziert. Wir haben ihnen den Vorsitz im Haupt- und Finanzausschuss überlassen, obwohl sie aufgrund ihrer Fraktionsstärke von 5 Personen keinen Ausschussvorsitz erhalten hätten. Darüber hinaus habe ich die FDP deutlich häufiger kontaktiert und mit Infos versorgt als umgekehrt. Ebenso habe ich die FDP zu einer Fraktionssitzung der CDU mit dem Bürgermeister und der Verwaltung eingeladen, während wir nicht zu Sitzungen der FDP eingeladen wurden. Mehrere CDU-Anträge wurden von Seiten der FDP nicht mitgetragen und nicht unterstützt, während wir als CDU mehrfach FDP-Anträge in der Gemeindevertretung mitgetragen haben. Da fragt man sich schon wer hier wen nicht respektierte“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU Thorsten Schrod.
Sehr enttäuscht zeigt sich die Münsterer CDU über das Verhalten der FDP gegenüber der CDU-Ausschussvorsitzenden Katharina Thomas in der Sitzung des Sozialausschusses am 13. Juli. Obwohl dem anwesenden Vorsitzenden des Gesamtelternbeirates aufgrund rechtlicher Vorschriften kein Rederecht in der Sitzung des Sozialausschusses eingeräumt werden konnte, beantragte die FDP eben dieses Rederecht und verstrickte Frau Thomas in ihrer ersten Sitzung als Ausschussvorsitzende damit in unnötige Diskussionen. „Bis heute verweigert die FDP hier leider jede Einsicht hinsichtlich Ihres Verhaltens gegenüber Frau Thomas. Von einem Kooperationspartner, der immer die persönliche und offene Kommunikation auf Augenhöhe forderte, hätte ich mir an dieser Stelle gewünscht, Frau Thomas im Vorfeld zu informieren, anstatt eine junge Ausschussvorsitzende in derartige Diskussionen zu verstricken. Als Fraktionsvorsitzender stelle ich mich jederzeit schützend vor die jungen Gemeindevertreter unserer Fraktion und habe deshalb die Beschwerde von Frau Thomas umgehend an die FDP weitergeleitet. Völlig haltlos ist der mir gegenüber geäußerte Vorwurf, ich hätte einen Anruf von Seiten der FDP bei Frau Thomas verhindert. Das ist wirklich unredlich, liebe FDP “, so Thorsten Schrod weiter.
„Wir nehmen die Kündigung der Kooperation zur Kenntnis. Die uns gegenüber geäußerten Vorwürfe können wir nicht nachvollziehen. Wir haben die FDP niemals als Mehrheitsbeschaffer behandelt und sind über die aufgestellten Behauptungen doch sehr erstaunt.
Gerne stellen wir uns aber den neuen Verhältnissen in der Münsterer Gemeindevertretung. Für unser Wahlprogramm, unsere Wählerinnen und Wähler und das Wohl unserer Gemeinde werden wir weiterhin entschieden einstehen. Auf die CDU können Sie sich verlassen“, so die beiden Vorsitzenden Marcus Milligan und Thorsten Schrod abschließend.