Sportstättenverlagerung - CDU sieht sich in ihrer Beurteilung bestätigt

 Für erstaunte Gesichter sorgte die Pressemitteilung des Bürgermeisters, die Errichtung eines Sportparks hinter dem Gersprenzstadion mangels verfügbarer Flächen einzustellen. Nicht nur in den Reihen der CDU-Fraktion war das so, gleichwohl kommt den Fraktionsmitgliedern diese Entwicklung nicht ungelegen.Für erstaunte Gesichter sorgte die Pressemitteilung des Bürgermeisters, die Errichtung eines Sportparks hinter dem Gersprenzstadion mangels verfügbarer Flächen einzustellen. Nicht nur in den Reihen der CDU-Fraktion war das so, gleichwohl kommt den Fraktionsmitgliedern diese Entwicklung nicht ungelegen.

 Spätestens nach der zweiten Machbarkeitsstudie hatte die CDU-Fraktion das Vorhaben kritisch begleitet und immer wieder darauf hingewiesen, dass die Umsetzung für die Gemeinde als finanzielles Abenteuer einzustufen ist. Nun zeigten die Verhandlungen zum Ankauf der Grundstücke, dass diese Einschätzung richtig war. Viele Eigentümer wollen ihre Grundstücke hinter dem Gersprenzstadion nicht verkaufen und weiterhin für die seitherige landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stellen. Genauso gibt es zahlreiche Stimmen, die bei den gegebenen Umständen die Bebauung des Mäusbergs auch nicht für sinnvoll erachten. Generell ergeben sich Preise für Grundstücke immer noch als Ergebnis aus Angebot und Nachfrage. Das ist nicht nur in Münster der Fall. In der Nachbarkommune Babenhausen wollte die Stadt in Verbindung mit dem Landkreis Grundstücke für die Errichtung einer Sportstätte erwerben. Dort kann ebenfalls auf entsprechende Erfahrungen verwiesen werden. Dass sich nun in Münster diese Entwicklung so ergeben hat, hat aus Sicht der CDU mit dem Schlechtreden des Vorhabens nichts zu tun. Deshalb gilt es die Entscheidung der Grundstückseigentümer zu respektieren. Die CDU wird jedenfalls deswegen niemand an den Pranger stellen oder persönliche Entscheidungen kritisieren.

Was die der CDU vorgeworfenen Falschinformationen oder Horrorszenarien betrifft, bleibt festzustellen, dass alle in der Vergangenheit getroffenen Aussagen zur diskutierten Sportstättenverlagerung nach einer Bewertung der vorliegenden Machbarkeitsstudien getroffen wurden. Die Aussage der SPD  „ein Sportpark zum Nulltarif“ wurde seitens der CDU nie geteilt. Jeder konnte erkennen, dass die Mittel für das Vorhaben aus Grundstücksveräußerungen am Mäusberg stammen und natürlich damit aus der Gemeindekasse gekommen wären. Ob dann der Rest des Verkaufserlöses für die Erschließung des Baugebiets am Mäusberg ausgereicht hätte, ist ungewiss. Genauso war unklar, wer denn die neue Sporteinrichtung unterhalten soll. Wäre es ein Verein gewesen, der SV 1919 wurde da immer wieder ins Gespräch gebracht, dann wäre dem Verein eine neue Sportanlage zur Verfügung gestellt worden, welche die Gemeinde mehrere Millionen gekostet hätte. Das ließ sich in Sachen Vereinsförderung aus Sicht der CDU gegenüber anderen Ortsvereinen nicht mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbaren. 

Nicht nachvollziehbar ist für die CDU auch der Standpunkt der Fraktion ALMA, den Mäusberg unbedingt bebauen zu wollen. Bis heute ist nicht nachvollziehbar, warum sie sich für eine verdichtete  Bebauung der „grünen Lunge“ so stark macht. Da stellt sich schon die Frage, was die SPD der Fraktion ALMA für das “Ja“ zur Bebauung des Mäusbergs versprochen hat. Aus Sicht der CDU ist Ortsentwicklung immer eine langfristige Angelegenheit. Eine an der Finanzierung eines Sportparks ausgerichtete Bebauung hat damit wenig zu tun.

Die CDU sieht nun in Sachen Mäusberg seitens der Kommune nur noch Handlungsbedarf, falls der dort ansässige Verein seinen Erbpachtvertrag vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit kündigen sollte. Die CDU wird den Verein nicht dazu drängen. Sollte der SV 1919 dort seine Sportanlage modernisieren wollen, dann wird ihn die CDU im Rahmen der vorliegenden Vereinsförderrichtlinien unterstützen. 

Für die Umsetzung der Sportstättenverlagerung wurden neben den zwei Machbarkeitsstudien inzwischen weitere Fachberatungen eingeholt. Eine Mehrheit aus den Fraktionen SPD, ALMA und fraktionslosen Gemeindevertretern hatte bei der Beratung des Haushalts für 2015 für die Planung des Vorhabens 200.000,00 Euro bereitgestellt. Die CDU wird natürlich die Frage stellen, was von dieser Summe ausgegeben wurde.

Erna Roßkopf, CDU Fraktionsvorsitzende

Thomas Heinz, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender

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