25 Jahre nach dem Mauerfall - ein Jubiläum gegen das Vergessen

 9. November 1989, wer hat nicht noch Ereignisse des Abends vor Augen und in den Ohren, als bei einer Pressekonferenz in Berlin kurz vor 19 Uhr die legendären Worte fielen: „Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich.“ 

 9. November 1989, wer hat nicht noch Ereignisse des Abends vor Augen und in den Ohren, als bei einer Pressekonferenz in Berlin kurz vor 19 Uhr die legendären Worte fielen: „Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich.“ Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros und des Zentralkomitees der SED, hatte sich zu einer Frage geäußert, ab wann denn die von ihm vorgetragene großzügige Reiseregelung für DDR-Bürger ins westliche Ausland gelten solle. In der Folge zogen Tausende von DDR-Bürgern an die Grenzübergänge um die neue Reiseregelung zu nutzen. Noch heute erzeugen die Bilder von diesem Abend bei den Menschen in Ost und West Gänsehaut. Die Erinnerung an diesen Tag verbinden wir mit Dankbarkeit. Dankbar sind wir, dass damals alles friedlich ablief und dankbar sind wir allen Menschen, die in den Wochen vor dem 9. November mutig auf die Straßen gegangen sind und dabei Risiken eingingen.

Was uns nachdenklich stimmt ist, dass es selbst 25 Jahre nach diesem Ereignis immer noch Menschen gibt, welche die DDR nicht als Unrechtsstaat sehen und Orte, die an die Unterdrückung  des Systems erinnern, wie beispielsweise Hohenschönhausen oder Bautzen aus ihrer Erinnerung verdrängen.  

Wir sollten aber auch bedenken, was die Menschen auf die Straßen trieb und demonstrieren ließ:

Es war der Drang nach Freiheit, der Wunsch auf freie Meinungsäußerung und der Frust auf die Mängelwirtschaft in der DDR.  

Betrachtet man nun 25 Jahre nach dem Mauerfall die Regierungsbildung in Thüringen, so wird man nachdenklich. Nur 25 Jahre später soll die Partei „Die Linke“  den Ministerpräsidenten  stellen, eine Partei, die maßgeblich aus der ehemaligen SED hervorgegangen ist. Die SPD, die einst in der DDR, mit der DKP zur SED zwangsvereint wurde, sowie „Bündnis 90/Die Grünen“ sollen dabei Steigbügelhalter spielen. Da drängt sich die Frage auf, sind die 40 Jahre DDR schon vergessen? Die 40 Jahre Gängelung, die 40 Jahre Schikanen des Unrechtssystems in der DDR. Bei aller Freude über die Wiedervereinigung und die Entwicklung der letzten 25 Jahre, möchte die Münsterer CDU daran erinnern, dass Einigkeit, Recht und Freiheit immer wieder neu erarbeitet werden muss.

Terminhinweis:

21./22.11.14       Klausurtagung der CDU-Fraktion

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